Glarus 1 holt in Winterthur ein 4:4-Unentschieden und stösst in der Tabelle auf den 3. Zwischenrang vor

Ohne Fabian Bänziger, der für die Schweizer Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Slowenien im Einsatz stand, sowie ohne drei weitere Stammspieler reisten die Glarner mit wenig Ambitionen nach Winterthur. Und einmal mehr stellte eine gegnerische Mannschaft gegen Glarus das bisher stärkste Team auf. Wir scheinen in der Schweizer Schachszene grossen Respekt zu geniessen. Diesmal ging es gleich zu Beginn voll zur Sache. Schon nach rund zweieinhalb Stunden Spielzeit musste sich Guido Neuberger am 3. Brett seinem stärker eingestuften Gegner geschlagen geben. Kurz darauf schlug Glarus mit seinem erfolgreichsten Punktesammler in der laufenden Saison zurück. Ufuk Tuncer spielte seinen routinierten Gegner regelrecht an die Wand. Überraschend positive Ergebnisse folgten dann von den auf dem Papier deutlich unterlegenen hintersten Brettern. Nacheinander holten Jan Selinga am Brett 7 ein Unentschieden und Olga Kurapova gegen den über 200 Punkte stärker eingestuften Routinier von Winterthur sogar den vollen Punkt. Auch bei Mannschaftsleiter Martin Dürst, der sich ebenfalls mit einem rund 200 Punkte stärker eingestuften Gegner duellierte, sah es lange nach einem Unentschieden aus. In hochgradiger Zeitnot (Martin hatte für die komplexe Stellung sehr viel Bedenkzeit verbraucht) griff er aber fehl und musste den Winterthurer Ausgleich zugestehen. An den Brettern 1 (Dmitry Atlas), 4 (Niko Pogan) und 5 (Dario Bischofberger) ging der Kampf aber weiter. Zuerst einigte sich Niko Pogan auf ein Remis. Und bei den beiden anderen Partien, bei denen jeweils ein Glarner bzw. ein Winterthurer in einem schwierig zu gewinnenden Endspiel einen Mehrbauern besassen, einigte man sich nach rund 5 Stunden ebenfalls auf ein Unentschieden, was mit einem 4:4-Remis für den Mannschaftswettkampf einherging.

Glarus 1 grüsst nun vom 3. Tabellenrang, der man in der letzten Runde beim Auswärtsspiel in St. Gallen (wobei das für einige Glarner Spieler näher liegt als Glarus beim Heimspiel) verteidigen möchte. 

 

Die Resultate:

Winterthur 2 - Glarus 1                                                        4 : 4

FM Philipp Aeschbach (2318) - FM Dmitry Atlas (2236)       remis

FM Walter Bichsel (2291) - FM Ufuk Tuncer (2345)              0 : 1

FM Urs Rüetschi (2285) - Guido Neuberger (2217)              1 : 0

IM Nedeljko Kelecevic (2180) - FM Nikolas Pogan (2229  ) remis

 

Stefan Zollinger (2208) - Dario Bischofberger (2165)           remis

Slatan Jovanovic (2209) - Martin Dürst (2013)                     1 : 0 

Martin Schweighoffer (2142) - Jan Selinga (2008)               remis

Daniel Borner (2123) - Olga Kurapova (1902)                      0 : 1

SMM-Mannschaft Nationalliga B

Als kleiner Verein ohne grosses Budget muss man sich etwas einfallen lassen, um nach dem Aufstieg in der NLB bestehen zu können. Wir haben also die Ärmel hochgekrempelt und mit Unterstützung von verschiedener Seite das Projekt "NLB" in Angriff genommen. Wie die bisherigen Ergebnisse zeigen, können wir als kleiner Landverein den grossen Klubs in den Städten durchaus Paroli bieten. Diese Herausforderung nehmen wir dank der Unterstützung unserer Sponsoren gerne an. Der Ligaerhalt ist gesichert und schon bald fängt die Planung der Saison 2022 an.

Unsere Sponsoren

Stöckli AG Netstal
Stöckli AG Netstal

Tschau 1. Liga; NLB wir kommen!

Bericht zum Aufstiegsspiel von Mannschaftsleiter Martin Dürst

Im Vorfeld der Partie war schon klar, dass Glarus 1 haushoher Favorit sein würde. Obschon zwischendurch unklar war ob alle Topspieler dabei sein können trat Glarus dann mit Ausnahme von Oswald Bürgi in Bestbesetzung an. Mit einem Gegnerschnitt von über Führungszahl 2200 ist diese Mannschaft absolut NLB-würdig. Die Gegner von Olten 2 (die teilweise schon am Vorabend angereist sind) traten wie erwartet mit einem Durchschnitt von FZ 1950 an. Glarus war an jedem Brett gemäss FZ deutlich stärker besetzt. Aber wie in jeder Sportart müssen die Wettkämpfe immer zuerst gespielt sein.

Und dass Olten gewillt war ihre Haut so teuer wie möglich zu verkaufen zeigte sich nach rund 2 Stunden Spielzeit. An keinem der acht Bretter war ein klarer Vorteil für einen Spieler (oder eine Spielerin; bei beiden Mannschaften spielte ein Frau mit) auszumachen. Nach zweieinhalb Stunden fiel die erste Entscheidung am Spitzenbrett. Der Oltener Junior Oliver Angst veropfert sich gegen den Glarner IM Jaroslaw Krassowizkji und musste sich geschlagen geben. Kurz darauf verwertete Dario Bischofberger seine klar bessere Stellung gegen die Oltener Frau wenig Gentlemen-like konsequent und buchte den 2. Glarner Punkt. Olga Kurapova erhöhte am 8. Brett auf 3:0 für Glarus, wobei der Gegner von Olga nicht als Gentlemen verlor sondern sich ebenfalls schlicht und ergreifend veropferte, sein Angriff aber von Olga souverän abgewehrt wurde. Jan Selinga hatte sich am 7. Brett nach der Eröffnung eine aussichtsreiche Stellung erspielt, unterschätzte aber bei seinen Angriffsversuchen die Gegenchancen seines Gegners. So musste er sich leider geschlagen geben. Fast zeitgleich gelang es aber Fabian Ferster am 6. Brett mit einem geduldig erspielten Sieg das Skore auf 4:1 für Glarus zu erhöhen. Als nächster war es an IM Fabian Bänziger am 2. Brett, mit einem weiteren Sieg zum 5:1 den Aufstieg für Glarus klar zu machen. Kurz darauf erhöhte auch FM Ufuk Tuncer nach einer ebenfalls geduldig gespielten Partie auf 6:1 für Glarus. Guido Neuberger am 5. Brett gelang es schliesslich das Skore auf das deutliche 7:1 für Glarus hochzuschrauben.

Glarus 1 wird somit die Saison 2020 in der Nationalliga B bestreiten. Dies bedeutet mehr Einschränkungen seitens Reglement (Ausländerbeschränkung, 20er-Liste mit Spielern die eingesetzt werden können), mehr Runden (9 statt 7, da die NLB 10 Mannschaften pro Gruppe umfasst) sowie weitere Reisen bei Auswärtsspielen (Mendrisio ist zum Beispiel ein Gegner). Wir freuen uns aber auf diese neue Herausforderung!

 

 Glarus 1 - Olten 2   7 : 1

 

IM Jaroslav Krassowizkji (2397) - Oliver Angst (2073)   1 : 0

IM Fabian Bänziger (2376) - David Monnerat (2008)     1 : 0

FM Ufuk Tuncer (2325) - Daniel Reist (2006)                 1 : 0

Dario Bischofberger (2176) - Catherine Thürig (1931)   1 : 0

Guido Neuberger (2242) - Kevin Jaussi (1912)              1 : 0

Fabian Ferster (2151) - Walter Gubler (1977)                 1 : 0

Jan Selinga (1994) - Stephan Büttiker (1992)                 0 : 1

Olga Kurapova (1972) - Peter Schmid (1786)                 1 : 0

 

Impressionen vom Aufstiegsspiel

Der Architekt und Mannschaftsleiter des neuen Glarner 1.-Liga-Teams: Martin Dürst.

Gülüzar Hüseynova, unsere jüngste Spielerin (13 Jahre)

Triff uns in Facebook

Spiellokal

Hotel Stadthof

Saal 1. Stock

Kirchweg 2, 8750 Glarus

 

Klubabend

Montag, ab 20 Uhr

Der Schachklub Glarus ist Mitglied des Schweizer Schachbundes (SSB).

Wir engagieren uns in der Nachwuchsförderung.

Link zum Schweizer Jugendschach

"die Schulschachprofis"

Information / Kontakt

Fritz Bolliger, Präsident

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

update: 28.11.2021