SMM 7. Runde: Rapperswil-Jona 2 - Glarus 2

Nach den ersten drei Runden der SMM grüsst der SK Glarus weiterhin von der Tabellenspitze mit 4 Mannschaftspunkten. Der Eindruck täuscht jedoch etwas: Gleich fünf Mannschaften weisen 4 Mannschaftspunkte auf, und wir profitierten insbesondere vom 6:0-Forfait-Sieg gegen Schaffhausen. Entsprechend hochmotiviert reisten wir für die 4. Runde nach Rapperswil. In der Vergangenheit waren unsere Begegnungen mit Rapperswil häufig sehr knappe Angelegenheiten gewesen — nicht selten mit dem besseren Ende für den Gegner. Spannung war also bereits im Vorfeld garantiert.
Bei der Ankunft wurde uns mitgeteilt, dass Rapperswil nur zu fünft antreten würde, da ein Spieler kurzfristig in der ersten Mannschaft aushelfen musste. Damit starteten wir bereits mit einem 1:0-Vorsprung.
Der erste regulär erspielte Punkt liess nicht lange auf sich warten: An Brett 1 war Olga stark aufgestellt, und tatsächlich gab ihr Gegner bereits nach 10 Zügen auf, nachdem er durch eine Taktik einen Springer eingestellt hatte. Damit führten wir früh mit 2:0.
Auch Matthias kam hervorragend aus der Eröffnung. Mit seiner aggressiven Spielweise erspielte er sich bereits nach wenigen Zügen eine sehr scharfe und leicht bessere Stellung. Mit gutem taktischem Gespür setzte er seinen Gegner kontinuierlich unter Druck, bis dieser nach knapp einer Stunde Spielzeit den entscheidenden Fehler beging und aufgab. Damit stand es bereits 3:0 für Glarus.
An Brett 4 kämpfte Daniele in einer sehr positionellen Stellung im Damengambit. Leider geriet er relativ früh in Zeitnot, worauf ihm ein entscheidender Fehler unterlief. Sein Gegner nutzte die Gelegenheit konsequent, und Rapperswil konnte auf 3:1 verkürzen.
Währenddessen spielte Martin an Brett 2 eine sehr interessante Partie, die aus dem Benko-Gambit entstanden war. Früh opferte Martin einen Springer für drei Bauern und Raumvorteil. Sein nominell deutlich schwächerer Gegner verteidigte sich jedoch extrem hartnäckig und hatte zwischenzeitlich möglicherweise sogar Chancen auf ein Remis. Als sich dann aber die Gelegenheit bot, machte Martin den Sack zu und brachte mit seinem Sieg den Mannschaftserfolg endgültig ins Trockene.
Den Schlusspunkt setzte Somaia an Brett 4. Sie hatte sich ungefähr zur gleichen Zeit wie Olgas schneller Sieg verkalkuliert und musste mit einer Figur weniger weiterkämpfen. Doch wie so häufig liess sie den Kopf nicht hängen und kämpfte sich nochmals eindrücklich in die Partie zurück. Vorübergehend hatte sie in einem Springer-gegen-Turm-Endspiel sogar Gewinnchancen. Letztlich wurde ihre Hartnäckigkeit leider nicht belohnt, und ihr Gegner schaffte es noch, die Partie zu drehen.
Am Ende stand dennoch ein verdienter Mannschaftssieg für den SK Glarus, der damit weiterhin ganz vorne in der Tabelle mitmischt.