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SGM 6. Runde: Bodan (1887) - Glarus (1756)

Andreas HugFeb 21, 2026

Bodan (1887) – Glarus (1756)

BodanGlarusResultat
Kurt Sulzbacher (1997)Peter Stöckli (1904)1-0
Michael Norgauer (1962)Matthias Küng (1789)1-0
Jonas Kuckling (1814)Somaia Salem (1624)1-0
Lukas Klotzbücher (1790)Andreas Hug (1763)1-0
Roland Rainer (1872)Daniel Jenny (1701)½-½

Am äusserst verregneten Samstag machten wir uns dennoch hoffnungsvoll auf den Weg nach Kreuzlingen zur zweitletzten Runde gegen den Schachklub Bodan. Die Ausgangslage war klar: Bodan lag nur einen Rang vor uns auf dem drittletzten Zwischenplatz — mit einem Sieg hätten wir uns vorzeitig aller Abstiegssorgen entledigen können.

Zu Beginn schien dieses Ziel durchaus erreichbar. Dani erhielt mit Schwarz gegen das London-System eine komfortable Stellung und konnte sich bereits vor der beidseitigen langen Rochade aktives Gegenspiel sichern. Matthias ging einmal mehr kompromisslos zu Werke und opferte Qualität für zwei gefährliche Freibauern am Königsflügel — ein mutiger Plan gegen seinen nominell stärkeren Gegner. Somaia baute sich mit Schwarz wie gewohnt sehr solide auf und stand ohne erkennbare Schwächen. Auch meine schottische Partie verlief zunächst ganz nach Wunsch.

Doch der anfängliche Optimismus sollte nicht lange anhalten.

Peter musste als Erster seinem starken Gegner die Hand reichen — ein früher Rückschlag für die Mannschaft.

Bodan geht in Führung. 1:0

Kurz darauf folgte der nächste Dämpfer: Matthias’ ambitioniertes Spiel brachte zwar Chancen, doch die Freibauern erwiesen sich letztlich als nicht durchschlagskräftig genug.

2:0 für Bodan

Zu diesem Zeitpunkt war auch meine Stellung bereits stark unter Druck geraten. Ich spielte noch eine Weile in der Hoffnung auf einen groben Fehler meines Gegners weiter, doch dieser blieb aus. Mit meiner Aufgabe stand die Mannschaftsniederlage bereits fest.

Vorentscheidung — uneinholbares 3:0

Damit ruhten unsere letzten Hoffnungen auf Dani und Somaia. Beide hielten ihre Partien lange Zeit ausgeglichen. Dani entschied sich angesichts des Spielstands schliesslich für ein Remis.

4½:½

Somaia kämpfte als Letzte noch in einem interessanten Endspiel (siehe unten) um zumindest einen weiteren halben Punkt. Trotz zäher Verteidigung musste sie sich jedoch am Ende ebenfalls geschlagen geben.

Endstand: 5½ : ½

Ein deutliches Resultat, das den Spielverlauf am Ende klar widerspiegelt — auch wenn mehrere Partien zwischenzeitlich durchaus Chancen auf ein besseres Ergebnis boten.

Die gute Nachricht: Der Ligaerhalt ist weiterhin aus eigener Kraft möglich. In zwei Wochen empfangen wir Romanshorn zuhause in Glarus. Dort wird sich zeigen, ob wir uns doch noch belohnen können.

Andreas Hug

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